Wohin?
Hier rein. Das ist der Kinosaal.
Du betrittst einen großen dunklen Kinosaal, bestückt mit dunkelroten Stühlen, welche den Anschein erwecken, aus dem gleichen Material zu bestehen, wie der Sessel bei deiner Ankunft.
Treppe.
Tre-
Eine Treppe fährt aus dem Nichts hinauf, in den obersten Raum, aus dessen normalerweise der Beamer die Filme projiziert.
Mitkommen.
Ihr betretet diesen Raum, aber er ist riesig. Es ähnelt einer Bibliothek, mit dem Unterschied, dass in den Regalen Filmhüllen stehen. Du erwartest DVDs, aber statt des typischen DVD-Logos befindet sich der Schriftzug "GRG", in normaler DVD-Schrift auf den Hüllen.
Suchen Sie sich einen Film aus. Alle sind von mir bewertet.
Du nimmst einen dir unbekannten Film.
Der sieht doch ganz gut aus. Er hat acht Punkte, perfekt.
Was? Das ist doch nicht perfekt, suchen Sie einen Besseren.
Du nimmst einen weiteren Film, den du nicht kennst.
Was zum? Der hier hat 42 Punkte, das macht keinen Sinn.
Weshalb?
42 von wie viel? Ich dachte, von zehn Punkten.
Das macht keinen Sinn. Wenn man die Punktzahl begrenzt, kommt es zwangsweise zu einer Verzerrung. Sagen wir, es gibt Film A, B, C, und D. Film A hat den Wert 1, Film B hat den Wert 5 und Film C hat den Wert 10. Film D ist allerdings deutlich besser als Film C. Meiner Ansicht nach würden wir zum Beispiel 15 sagen. Wenn nun der Film auf 10 reduziert wird, ist entweder eine Ungerechtigkeit zwischen C und D vorhanden oder aber man passt Film C an. Um Film D auf die maximale Punktzahl zu reduzieren, müssten wir durch 1,5 dividieren, denn D = 15 und 15 : 1,5 = 10. Um die anderen Filme anzupassen, damit keine Ungerechtigkeit zwischen C und D entsteht, werden andere Filme auch durch 1,5 dividiert. A : 1,5 = 0,7. B : 1,5 = 3,3. C : 1,5 = 6,7. Wenn wir die unangepassten Werte von A und B vergleichen, liegen 4 Punkte Unterschied zwischen Ihnen. So aber nur 2,8.
Müssten Sie nicht, um den fairen Unterschied zu berechnen, X : Y rechnen? Sie rechnen X - Y, aber bei der Anpassung teilen Sie.
Wenn ich bei der Anpassung subtrahiere, kommen wir in den Minusbereich.
Wenn Sie aber bei der Unterschiedsberechnung teilen, kommt das auf. 15 : 10 = 1,5. 10 : 6,7 = 1,5.
Das stimmt. Aber es ist einerseits unübersichtlicher und andererseits schwerer für mich zu bewerten. Welches finden Sie denn übersichtlicher? 1, 5, 10 und 15, oder 0,7, sowie 3,3 und 6,7 zu 10.
Eige-
Ich bewerte frei.
Kommt es bei Ihnen nicht auch irgendwann in den Minusbereich, um absolut keine Anpassungen vornehmen zu müssen?
Richtig, ich bewerte komplett frei.
Was sind überhaupt Ihre Kriterien?
Alles. Jeder gute Unterpunkt gibt 1-3 Punkte, sowie jeder schlechte bis zu -3.
Ist die Verzerrung dann nicht innerhalb der Unterpunkte ebenso vorhanden?
Das gleiche ich durch die verschieden genaue Betrachtung der Unterpunkte an. Schauen Sie sich doch einfach einen Film an, dann werden Sie es besser verstehen. Sie werden die Informationen beim Schauen telepathisch übertragen bekommen.