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Du folgst dem Valutater in einen modernen Lagerungsraum, in dem sich unzählige USB-Sticks befinden. Die einzigen Bücher, welche du bei dem Namen Literatur erwartet hättest, sind wenige in der Mitte des Raumes, aufgereiht in einem Stahlregal.
Also?
Was beschäftigt Sie?
Literatur? Was meinen Sie damit? Hier stehen bloß ein paar Bücher und Unmengen USB-Sticks, was hat es damit auf sich?
Sie müssen echt aus einem rückständigen Universum kommen. Die neue Literatur ist digital, das ist die Beste; sie werden das auch noch sehen. Nur die besten Medien sind hier noch vorhanden.
Stehen Ihre Ausarbeitungen wenigstens dieses Mal geschrieben, wenn ich sowieso lesen muss?
Nein, natürlich nicht. Wieso sollte ich so eine rückständige Technologie nutzen, wenn ich telepathieermöglichende Technik besitze.
Weil es ziemlich nervt, ständig Gedanken in seinen Kopf gepflanzt zu bekommen,
Sie werden sich schon daran gewöhnen. Erklären Sie mir mein Bewertungssystem.
Wieso?
Sie müssen es lernen. Vielleicht werden Sie auch eines Tages für die GRG arbeiten.
Also… Sie bewerten ohne Einschränkungen, weder im negativen noch im positiven Bereich, um Verzerrungen zu vermeiden. Wenn wir den Variablen A, B und C die Werte 1, 5 und 10 zuweisen, funktioniert die Skala von 1 bis 10 noch. Sollte jedoch ein Werk um mindestens fünf Punkte besser als C bewertet werden, entsteht ein Problem. Wenn wir 5 subtrahieren, um D auf das Maximum zu begrenzen, fällt A unter 0, was zu einem teilweise freien System nach unten führt und willkürlich wirkt. Wenn wir stattdessen dividieren, werden die Zahlen zu klein und unübersichtlich mit zu vielen Dezimalstellen. Wenn nur D auf 10 angepasst wird, entsteht eine Ungerechtigkeit zwischen C und D. Sie analysieren das Werk wahrscheinlich sehr genau und bewerten jeden Aspekt detailliert von -3 bis 3, um das Endergebnis zu ermitteln.
Das ist gut, lernen Sie es auswendig.